
Sekundäre Verbrennung: So brennt dein Außenfeuer ohne Rauch
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Sekundäre Verbrennung ist die Technik, mit der ein Außenfeuer nahezu ohne Rauch brennt. Du findest sie bei raucharmen Feuerschalen, Pellet-Gartenkaminen und bei dem, was viele Menschen einen rauchfreien Feuerkorb nennen. Aber wie funktioniert das genau – und warum raucht ein normales Feuer dann doch? In diesem Artikel tauchen wir in die Technik ein.
Sekundärverbrennung ist eine zweite Verbrennungsphase, in der die Rauchgase des Feuers erneut verbrannt werden. Bei einem normalen Feuer entweichen diese Gase als Rauch. Bei der Sekundärverbrennung erhalten sie oben zusätzliche, sehr heiße Sauerstoffzufuhr, wodurch sie doch noch entzünden. Was du normalerweise als Rauch siehst, wird so in zusätzliche Wärme und klare Flammen umgewandelt. Man hört dafür auch die Bezeichnungen Doppelverbrennung oder Secondary Burn.
Rauch entsteht durch unvollständige Verbrennung. Wenn Holz brennt, werden Gase und kleine Partikel freigesetzt. Brennt das Feuer nicht heiß genug oder bekommt es zu wenig Sauerstoff, entweichen diese Partikel unverbrannt als Rauch. Feuchtes Holz verschlimmert das Problem: Die Feuchtigkeit muss erst verdampfen, wodurch die Temperatur sinkt und noch mehr Rauch entsteht. Ein Feuer, das stark raucht, verbrennt also eigentlich nur teilweise. Genau dieses Problem löst die Sekundärverbrennung.
Ein raucharmes Feuer arbeitet in zwei Phasen, die aufeinander aufbauen:
Das Geheimnis liegt in der doppelwandigen Konstruktion. Schritt für Schritt passiert Folgendes:
Der Raum zwischen den beiden Wänden wirkt also wie eine Art Vorwärmer. Kalte Luft würde die Rauchgase nur abkühlen, aber diese Luft ist bereits glühend heiß, wenn sie oben ins Feuer strömt. Dadurch bekommen die Rauchgase im Außenkamin genau das, was sie zum Entzünden brauchen: Hitze und Sauerstoff zugleich. Das Ergebnis ist eine heiße, klare Flamme mit kaum Rauch.
Rauchgase verbrennen erst bei hoher Temperatur. Ein schwelendes oder gerade entzündetes Feuer ist dafür schlicht zu kühl, und dann entweichen die Gase unverbrannt. Die Doppelwand löst das Problem, indem sie die Sekundärluft zunächst stark aufheizt, bevor sie zu den Rauchgasen gelangt. So bleibt die Temperatur im oberen Bereich des Feuers hoch genug, damit die Gase entzünden. Hitze und Sauerstoff zusammen sorgen für eine vollständigere Verbrennung – und genau diese Vollständigkeit ist der Kern des raucharmen Feuerns.

Die Sekundärverbrennung macht ein Feuer zugleich sauberer und effizienter. Das merkst du an vier Punkten:
Vor allem der geringere Ausstoß von Feinstaub aus Holzrauch macht dies zu einer nachhaltigeren Art, draußen zu heizen. Für dich selbst ist es angenehmer, für deine Nachbarn weniger störend und für die Luftqualität deutlich besser als ein altmodisches, stark rauchendes Feuer.
Das Material bestimmt mit, wie gut die Sekundärverbrennung in Gang kommt. Die Wand muss schließlich hohen Temperaturen standhalten und die Wärme speichern, damit sich die Luft dazwischen gut aufheizt. Darum siehst du raucharme Gartenkamine vor allem aus hitzebeständigen Materialien:
Welches Material du auch wählst, die Technik bleibt gleich. Der Unterschied liegt vor allem in Optik, Gewicht und Pflegeaufwand.
Dennoch gibt es ein Missverständnis, das wir gern ausräumen: „rauchfrei“ ist nicht ganz wörtlich zu nehmen.
Nein, völlig rauchfrei ist ein Außenfeuer nie. Beim Anzünden entsteht immer zunächst etwas Rauch, weil die Konstruktion erst auf Temperatur kommen muss. Erst wenn das Feuer gut brennt und die Wand heiß genug ist, setzt die Sekundärverbrennung ein und der Rauch nimmt stark ab. „Rauchfrei“ bedeutet in der Praxis also raucharm, sobald das Feuer vollständig brennt. Nach ein paar Minuten siehst du den Unterschied deutlich: von etwas Startrauch zu einer Flamme, die kaum noch raucht.
Raucharmes Heizen beginnt mit dem richtigen Brennstoff und einer guten Technik. Mit diesen Punkten hältst du die Rauchentwicklung auf ein Minimum:
Gerade das Anzünden von oben funktioniert besser, als du vielleicht gewohnt bist. Lege die größeren Holzstücke nach unten und das Anzündholz nach oben. Das Feuer brennt dann ruhig nach unten, sodass der aufsteigende Rauch direkt durch die heiße Flamme darüber zieht und größtenteils verbrennt. So reduzierst du den Rauch genau in der Phase, in der ein Feuer normalerweise am stärksten raucht. Arbeitest du lieber mit Scheiten statt mit Pellets, wähle gut getrocknetes Kaminholz. Je trockener und sauberer dein Brennstoff, desto ruhiger und klarer die Flamme.
Sekundäre Verbrennung findest du in nahezu jedem modernen, raucharmen Außenfeuer. Eine raucharme Feuerschale wie die Embra nutzt genau dieses Luftzirkulationssystem und lässt sich dadurch gut mit in den Garten oder auf den Campingplatz nehmen. Möchtest du lieber einen festen Kamin mit automatischer Pelletzufuhr, funktioniert ein Pellet-Gartenkamin nach demselben Prinzip – ganz ohne Gas oder Strom.